BLOGST14 #2: Ein Plädoyer für die Leidenschaft

20.11.14

Heute kommt mein zweiter Teil des Blogstwochenendes, der Samstag. Ich werde hier sicher nicht alles wiedergeben können und das möchte ich auch gar nicht, ich möchte euch aber einen Überblick geben, was uns alles so geboten wurde und euch meine persönlichen Erkenntnisse mitteilen.
Die Blogst gibt es zum dritten Mal und wird von Ricarda und Clara organisiert, die beide unglaublich herzlich sind und die auch Neulinge ganz lieb aufgenommen haben.

Hier seht ihr den Stundenplan für Samstag, sehr vollgepackt und wenige Pausen, aber genau so soll es sein. Neben den Vorträgen waren auch viele Sponsoren vor Ort. Von Dawanda gab es ein Freundebuch, das bei mir auch fast voll geworden ist. Ein superschönes Andenken, eine prima Idee und den kleinen Spontan-Foto-Ausdrucker habe ich auch ins Herz geschlossen. Für das leibliche Wohl hat Maisons du Monde gesorgt. Ihr hättet dieses Süßigkeitenparadies sehen sollen, da konnten wir einfach nicht widerstehen.


Außerdem gab es nette Kleinigkeiten von persoenlicherkalender.de, die uns auch einen Gutschein mitgegeben haben (mein Blogkalender ist schon bestellt). Roomido hat ein tolles Gewinnspiel veranstaltet, bei dem ich leider nicht gewonnen habe, für Ikea durften wir Kissen bemalen (habe ich euch am Dienstag vorgestellt) und bei Design 3000 gab es eine Tombola.

Nach einem sehr leckeren Frühstück ging es los mit einer Begrüßung und dem ersten Vortrag von den Schwestern von Sister-mag. Vor allem die jüngere Schwester hat Talent zur Comedian (ich habe sehr gelacht), der Vortrag über Leidenschaft war zudem mitreißend und sehr persönlich. Gezeigt wurden Videos verschiedener Firmengründer und Thema war auch das Blog-Burnout. Da ich noch recht frisch dabei bin, habe ich mich nicht so damit auseinander gesetzt, kann aber verstehen, dass bei Vielen nach einigen Jahren die Frage nach der Daseinsberechtigung aufkommt. Bloggt ihr noch aus reiner Leidenschaft?


Das anschließende Thema "Social media monitoring" war sehr interessant, aber auch sehr komplex. Ich habe mitgenommen, dass man auf vielen Sozialen Netzwerken tätig sein soll und Vernetzung wichtig ist. Tagboard.com kann euch einen Einblick geben, welcher Hashtag wie gut genutzt und verbreitet wird. 

"Erfolgreich verhandeln" mit Gourmetguerilla fand ich toll. Nicht nur, dass sie sehr sympathisch war, es war auch ein Thema, das mich gerade interessiert. Ich werde immer öfter angeschrieben, ob ich nicht dies und jenes testen möchte oder einen Link gegen Geld einbauen will und ich war beruhigt, dass es anderen Bloggern ähnlich geht wie mir. Man weiß immer nicht richtig, ob man sich unter Wert verkauft oder ob man vielleicht seine Leser vergrault, wenn man zu viel Werbung einfließen lässt. Gute Tipps, die ich mit ins nächste Jahr nehme, sind Folgende:
Kooperationsliste: Macht euch eine Liste, mit wem ihr kooperiert, um was es geht und bis wann ihr fertig sein sollt.
Ablagesystem: Legt eure Fotos der einzelnen Posts ordentlich ab, so dass ihr sie nachher schnell wieder finden könnt. Sinnvolle Benennungen vereinfachen einiges.
Email-Signatur: Richtet euch eine Blog-Mailadresse ein mit einer ordentlichen Signatur. Das erleichtert euren Kooperationspartnern die Kommunikation.
Standardantworten: Auch, wenn ihr euch ärgert, versucht sachlich zu antworten, man sieht sich immer zweimal im Leben!
Zahlen&Mediakit: Das ist das Nächste, das ich angehen muss. Bei mir gibt es oben eine Seite, die heißt "Sponsor", auf der ich meine Leserzahlen und Kooperationen eingetragen habe. Ein Mediakit ist eine DIN A4-Seite als Pdf, auf der ihr euch vorstellt und eure Zahlen zeigt. 
Positionierung: Steht zu euch und nehmt nicht alles sinnlos an. Die Produkte sollen zu euch und euerm Blog passen, sonst verliert ihr Leser.
Hinweis auf dem Blog: Im Thema Recht haben wir gelernt, dass man Rezensionen nicht extra erwähnen muss, das merkt der Leser meist selbst. Produkte bis 200 Euro müssen auch nicht extra mit "Werbung" gekennzeichnet werden, wenn es aber um bezahlte Links geht, dann seid ihr markierungspflichtig.

Auf die "Sketchnotes" mit Frau Hölle habe ich mich sehr gefreut. Ich liebe es, wenn Leute gut und schnell zeichnen können, ich kann das leider nicht. Ich habe gelernt, dass man einfach viel abzeichnen muss, um zu lernen. So lässt sich dann jeder Vortrag auch mitsketchen. Ich habe Frau Hölle am Sonntag dabei beobachtet, wie sie das gemacht hat und ich war sprachlos, wie schnell und sauber das bei ihr ging. Ich habe mir heute auch gleich mal einen Copic Marker zugelegt, mit denen man wunderbar schraffieren kann. Zum Skizzieren ist dann ein Edding 1800 mit 0,3mm geeignet.

Nach der Mittagspause ging es in die Workshops. Ich habe mich für SEO entschieden und habe mich sehr gefreut, Ricarda von Pechundschwefel mal persönlich kennen gelernt zu haben. Sie hat von ihrem Umzug von Blogger zu Wordpress berichtet und danach haben wir Patrick mit Fragen bombardiert. Es war so spannend, dass wir sogar die Zeit überzogen haben. Meine Erkenntnisse sind, dass man seine Fotos auf dem Blog unbedingt benennen muss, wenn man bei Google gefunden werden möchte. Dies geht, wenn ihr bei Blogger die Eigenschaften des jeweiligen Bildes aufruft und den Titel- und Alt-Tag ausfüllt. Der Titel soll kurz und knapp beschreiben, um was es geht und der Alt-Tag beschreibt das Foto, falls es mal nicht angezeigt werden sollte. Sinnvoll ist auch, vorher bei Google zu suchen, welche Suchaufträge viele Treffer zeigen. Warum sollte man denn jetzt umziehen von Blogger zu Wordpress? Folgende Stichpunkte fielen: Außenwirkung, Gestaltungsmöglichkeiten, Email-Adressen, Plugins und Erweiterungen, Bannerwerbung, Backups und Abhängigkeiten. Ich habe mich entschieden, vorerst bei Blogger zu bleiben, da ich keinen eigenen Shop habe und sonst zufrieden bin. Die Arbeit schreckt mich auch etwas ab. 

Der Vortrag "100% Recht" von Christian Solmecke war sehr unterhaltsam, wenn auch erschreckend, auf was man alles achten muss. Macht doch mal den "Abmahncheck", ob euer Impressum in Ordnung ist. Wusstet ihr, dass man Disclaimer rausnehmen soll, weil man deshalb sogar abgemahnt werden kann und dass der Datenschutz eine eigene Seite braucht? Ich wusste das nicht, habe aber natürlich alles schon geändert. Wichtig ist auch, dass eure sozialen Netzwerke ein Impressum aufweisen, wenn ihr kein reines privates Profil habt (Facebook, Instagram,  Twitter und Xing). Verlinkt am besten von eurer Seiten-Info aus zu eurem Blog-Impressum. Dass dofollow/nofollow rechtlich von keinerlei Interesse ist, war mir auch nicht klar, beruhigt aber (dofollow heißt, dass der Link in Google bewertet wird, das könnt ihr beim Verlinken anwählen). Solltet ihr ein Gewinnspiel veranstalten, denkt daran, Teilnahmebedingungen zu nennen (Laufzeit, der Rechtsweg ist ausgeschlossen). Die hier in sehr verkürzter Weise dargestellten Rechts-Tipps sind aktuell (2014) und ohne Gewähr ;-)

Zum gelungenen Abschluss gab es noch eine wilde After-Show-Party, auf der ich mit Kati bis zum Umfallen getanzt habe. Alles andere bleibt geheim ;-)
Wenn ihr noch Fragen habt, dann gerne in die Kommentare damit, ansonsten lesen wir uns im dritten teil wieder. Ich hoffe, ich habe euch nicht mit dem vielen Text erschlagen.

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4 liebe Worte

  1. Hey Steffi,
    eine super Recap-Reihe, ich bin immer noch völlig geblogst ;)
    Lieben Dank für Dein Feedback zu meinem Workshop, so bringt´s Spaß!

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  2. Am Maisons du Monde Stand war ich einfach immer zu spät. Manno. Aber ansonsten wars super, ich hab immer noch blogstweh.

    Liebe Grüße Andrea

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  3. nächstes jahr will ich auch, nächstes jahr will ich auch… mannooooo! :-)

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  4. schön Dich gesehen zu haben und leider habt die Zeit nicht gereicht, das wir in Ruhe quatschen konnten.

    Schick Dir liebste Grüsse aus dem Norden

    Claretti

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Ich freue mich riesig über nette Kommentare!