Der Kampf um den Kindergartenplatz

1.5.15

Kindergartenplatz Frankfurt

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist oder war, aber hier in Frankfurt bekommt man schon bevor man schwanger ist Angst gemacht, dass man nieeeemals einen Kita- oder Kindergartenplatz finden wird. Das ist wie ein 6er im Lotto mit Zusatzzahl. Das habe ich mir angehört und bin innerlich in Panik ausgebrochen. Was ist, wenn ich zu Hause bleiben muss, obwohl ich doch gerne wieder arbeiten wollte. Also habe ich schon in der 14. Schwangerschaftswoche die erste Kita besucht. Rückblickend total bescheuert. Ich habe Finn in 20 Kitas in unserem Stadtteil angemeldet mit der Hoffnung, dass wenigstens eine davon klappen wird. Meine Kollegin meinte noch, man müsse schon anfangen zu heulen, wenn man einen Platz haben möchte. Ne, das kann ich jetzt wirklich nicht. Ich mache mich nicht zum Affen. Als Finn dann 6 Monate alt war, bin ich auf die Idee gekommen, ihn doch auch in dem angrenzenden Stadtteil anzumelden, der für uns teilweise sogar noch näher liegt. Gesagt, getan. Ich bin mit Finn da hin spaziert, habe mir die Kita zeigen lassen, habe noch eine Email geschrieben, wie toll ich alles fand und schwups, 2 Tage später hatten wir den Platz. Ohne, dass wir jemals auf der Warteliste standen. Ich habe dann alle Kitas abgesagt, aber trotzdem noch Angebote bekommen, die ich abgelehnt habe. Also ohne wären wir sicher nicht geblieben.

Anmeldung Kindergarten Frankfurt

Jetzt denkt man, puh, war das anstrengend, jetzt habe ich erstmal Ruhe, da fängt das Ganze wieder von vorne an. Mit 18 Monaten kann man nämlich schon auf die Wartelisten der ersten Kindergärten. Ich habe mich dann auf 25 Listen schreiben lassen, habe 25 Kindergärten besichtigt und 25 Emails geschrieben, wie toll ich alles fand. Den drei Favoriten haben ich einen langen persönlichen Brief mit Foto geschickt. Dann habe ich durch Zufall gehört, dass bei uns um die Ecke ein neuer Kindergarten aufmacht. Email geschrieben, ok bekommen, fertig. Puh. Einziges Problem war, dass der Kindergarten bis zum Ende des Jahres gefüllt werden sollte, was hieß, dass Finn schon vor seinem 3. Geburtstag aus der Kita musste. Aber sagt man einen Platz ab, wenn man einen bekommt? Neee, natürlich nicht. Finn hatte ganz kleine Startschwierigkeiten, hat sich dann aber gut eingelebt. Ich habe allen Kindergärten bis auf meinen drei Favoriten abgesagt und Ende Februar doch tatsächlich einen Ganztagesplatz in meiner Nummer 1 bekommen, der direkt neben meinem Arbeitsplatz liegt. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass ich mir nächtelang den Kopf zerbrochen habe, ob ich den Platz nehme oder nicht. Immerhin hat sich Finn gut eingelebt und ist dort zusammen mit seinen besten Freunden. Allerdings gibt es außer dem sehr offenen Konzept einiges, was mir an dem Kindergarten nicht so gut gefällt. Es ist dort zum Beispiel immer sehr sehr laut. Wir haben uns dann zu Dritt den anderen Kindergarten angeschaut und es war klar, wir wechseln. Finn wollte gleich zum Spielen bleiben und wir hatten einfach das Gefühl, dass hier alles stimmt. Nächste Woche wird der Vertrag unterschrieben und dann müssen wir das nur noch dem jetzigen Kindergarten mitteilen. Im übrigen haben wir, obwohl ich schon abgesagt hatte, noch drei Plätze angeboten bekommen. So viel dazu. Es gibt keinen Kampf. Man kann eigentlich ganz locker bleiben. Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?

Stickerkid

Ich weiß nicht, wie das bei euch so ist, aber egal was wir mit in den Kindergarten nehmen, es ist nachher erstmal weg. Die Kleidung wird ja sowieso beschriftet, ich habe nun aber auch sein Spielzeug mit kleinen Stickern versehen, zumindest das, das ihm sehr wichtig ist. Die tollen Aufkleber könnt ihr bei Stickerkid* bestellen. Sie sind wasserabweisend und halten richtig gut. Auch toll sind die Schuh-Aufkleber, da ich oft nicht weiß, wo ich Finns Schuhe beschriften soll. Sie werden entweder unten auf die Sohle oder innen in den Schuh geklebt und endlich sind Verwechslungen ausgeschlossen. Alle Aufkleber sind personalisierbar.

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Schuhaufkleber

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13 liebe Worte

  1. Ich habe unseren Kleinen damals in genau einem Kindergarten angemeldet. Es war ein integrativer. Es sah alles ganz toll aus, er war neu und das Personal hat sich redlich Mühe gegeben den Kindergarten als Paradies darzustellen. Da hatten wir dann auch einen Platz. Jeden Tag habe ich unseren Sohn da abgeholt. Er war traurig, müde und hatte Hunger und Durst. Die tollen Spielsachen durfte er nicht benutzen, die Getränke waren ständig leer oder sie haben keine bekommen. Es hat niemand darauf geachtet, das die Kinder frühstücken. Ich habe es jeden Tag angesprochen aber es änderte sich nichts. Also habe ich ihn wieder heraus genommen. Einige Zeit später habe ich ihn dann in einem anderen angemeldet. Er war alt, die Spielsachen schon ziemlich durch, man musste eine steile Treppe hoch und wahrscheinlich waren alle Problemkinder der Stadt dort. Man sprach etwa 50 Sprachen und es war wundervoll! Die Erzieherinnen haben eine ganz tolle Arbeit geleistet und es gab nie Probleme. Ich bekam oft Vorwürfe von unserem Sohn warum ich ihn sooo früh abhole. Alle unsere Süssen haben inzwischen das letzte Schuljahr erreicht und sind problemfreie, liebenswerte Geschöpfe auf dem Weg ins Arbeitsleben. Auch die angeblichen Problemkinder. Und ich bin sehr froh, dass ich mich nicht von den fiesen Kommentaren beeinflussen liess, warum mein Kind denn ausgerechnet in den Asikindergarten gehen muss.

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    1. Liebe Melanie, das hört sich ganz nach einer richtigen Entscheidung ab. Bei uns hat es auch gar nichts mit den anderen Kindern zu tun, sondern mit der Atmosphäre. Ich will nicht so viel dazu sagen, weil ich nicht weiß, wer das liest, aber ich habe einfach nie ein richtig gutes Gefühl, wenn ich ihn da abgebe.
      LG Steffi

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  2. Auf dem Land ist manches anders... Zwerg kommt erst mit drei rein... da es die U3 Gruppe nur vormittags gibt, müssen die Kinder nachmittags mit den großen zusammen. Wenn ich wieder halbtags arbeite, brauche ich wegen der Pendelei einen Ganztagsplatz, der bei uns von 7:45 bis 15:30 geht... und selbst da brauche ich noch Opa und Oma zwei mal die Woche als Abholer.
    Wir haben uns daher entschieden, dass ich noch ein Jahr pausiere und wir den Zwerg erst mit 3 in den Kiga geben.
    Grüße Sonnenblume

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    1. Liebe Sonnenblume,
      das kann ich total nachvollziehen und hätte ich auch so gemacht. Bei uns gehen die Ganztagesplätze bis 17 Uhr, ich hole Finn aber immer schon um 15 Uhr ab außer wir haben eine Konferenz.
      LG Steffi

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  3. Unsere Kindergartengeschichte gehört auch in die Rubrik: "Auf dem Land ist so manches anders". In unserer Gemeinde gibt es zwei Kindergärten und 3 Tagesmuttis. Den Antrag für einen Platz haben wir hauptsächlich der Form halber gestellt. Die Kindergärten werden von der Gemeinde getragen und somit wissen die Zuständigen mit wieviel Kindern wann zu rechnen ist. Mittlerweile gibt es so viele Kinder, dass man dran bleiben muss, aber generell gilt, dass in der Gemeindewohnende bevorzugt einen Platz bekommen.
    Unsere zwei Großen sind derzeit in einem der Kindergärten und auch wenn ich den gut finde, bin ich überglücklich mit der Tagesmutti, zu der unser 1. Sohn geht. Unseren 2. Sohn hab ich bei ihr schon vorangemeldet - die kleine Gruppe für 1- bis 3-jährige vom Kindergarten ist da absolut keine Option mehr!
    Liebe Grüße
    Conny

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  4. Hier in Hannover geht es mit Plätzen ab 3, dadrunter ist es wohl eher schwer...
    Maxi geht seit 2,5 in einen Kindergarten, diesen Platz haben wir bekommen, nachdem ich schon 3/4 der Kindergärten in der ganzen Stadt mit Telefonieren durch hatte. Der Kindergarten ist nun aber auch mit Fußweg und Bahn 40Min weg. Glücklicherweise habe ich ein Jahr darauf eine Ausbildung angefangen, die ich genau 4 Minuten von dem Kindergarten weg mache. Glück gehabt!

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    1. Wow, da hast du ja echt Glück gehabt. 40 Minuten ist mal eine Ansage.
      LG Steffi

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  5. Mein kleiner ist nun drei geworden und noch immer bei mir zu Hause :-) Ich bin selbst Pädagogin und hier auf dem Land hat man die freie Wahl. Allerdings sehe ich Kindergärten auch deutlich kritischer als andere, liegt halt am Beruf. Keiner hier kann meinen Ansprüchen genüge werden also bleibt mein kleiner zu Hause mit mir bis wir ein neues Häusschen in einem anderen Ort gefunden haben. Ich finde es schade das Mütter kaum noch die Chance bekommen einen Kindergarten auszusuchen. Es ist sooo wichtig das Eltern das Konzept des Kindergartens gut finden und wirklich zu 100% zufrieden sind. Sonst machen sich Eltern nur einen Kopf um ihre Kinder

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    1. Du hast so Recht. Ich finde es auch schlimm, dass man irgendeinen nimmt, Hauptsache man hat einen. Ich bin ja auch Pädagogin und finde es für meinen Sohn sehr wichtig, dass er lernt mit anderen Kindern ohne die Mama klar zu kommen. Er lernt im Kindergarten auch eben viel, was ich ihm nicht beibringe, weil ich eben anders bin. Ich bin sehr froh, dass sich der Kindergarten, dessen Konzept ich toll fand, noch gemeldet hat. LG Steffi

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  6. Ich komme mir grade uralt vor :-) Vor 18 Jahren hat man tatsächlich einfach DEN Kindergarten genommen, der am nächsten war. Da sind dann auch alle anderen Kinder aus der Straße hin. Plätze gab's genug und um irgendein pädagogisches Konzept hab ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht. Manche Erzieherinnen fand ich toll, manche weniger. Unterschieden wurde eigentlich nur zw. städtischem und kirchlichem Kindergarten.
    Mir kommt das heute sehr viel stressiger vor. Allerdings, ganz ehrlich, kommen mir auch viele Eltern sehr viel anstrengender vor. Wir haben ja noch eine Grundschule-Nachzüglerin und ich hab echt gedacht, ich sitz wieder beim Kindergartenelternabend, wenn dann eine Stunde diskutiert wird, ob es jetzt die blaue oder die rote Brotdose sein soll und ob die Kinder was Süßes mit bringen dürfen am Geburtstag, und ob Mohrenköpfe (ich meinte natürlich das schokoladenüberzogene Schaumzuckergebäck) noch politisch korrekt sind.
    Aber, ich schweife eindeutig ab. Jedenfalls schön für euch, dass ihr nun ein gutes Gefühl habt.


    Viele Grüße
    Caroline

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    1. Liebe Caroline,
      du hast bestimmt Recht. Ich hätte jetzt auch damit leben können, wenn Finn in dem jetzigen Kindergarten geblieben wäre, aber wenn man die Wahl hat, dann nimmt man doch den, dessen Konzept man besser findet. Ein Kindergarten, in dem mein Kind nicht mehr auffindbar ist und in dem die Kinder alleine mit Scheren spielen dürfen, ist es nicht so wirklich für mich. Um nur einiges zu nennen.
      Als Gymnasiallehrerin weiß ich Bescheid, was die Eltern von heute so angeht. Aber lieber überfürsorglich als das Gegenteil.
      LG Steffi

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  7. Hallo liebe Steffi,
    ich bin noch mal über diesen Post gestolpert. Da wir auch in Frankfurt, genauer im Nordend/ Bornheim, leben, wollte ich dir da noch mal unsere Erfahrungen schreiben.
    Unseren großen Sohn (geb sept 2012) haben wir teilweise noch vor der Geburt bei 15 Kitas angemeldet und keinen einzigen Platz bekommen. Wir haben dann uns überlegt, dass ich dann gleich länger Zuhause bleibe und an Kind Nr arbeiten. Wir wollten eh keine zu große Lücke zwischen den Kindern haben. Der große Sohn ging dann mit 15 Moanten in einen Minikindergarten, wo er vier mal die Woche für 3 Stunden Mama-frei hatte. Uns war wichtig, dass er die Betreuungssituation schon vor der Kindergartenzeit kennenlernt und auch mit anderen Kindern zusammen ist ohne dass er mir am Rockzipfel hängt. Den Minikindergarten und deren Betreuerinnen habe ich während des Pekip-Kurses, der auch dort stattfand, kennengelernt und für gut befunden. Im Frühjahr wurde diese Einrichtung dann zu einer richtigen Kita und wir haben die Betruungszeit bis zum Sommer immer ein wenig erhöht, so dass er jetzt etwa 6 Stunden dort ist. Für ihn war es im Endeffekt so perfekt. Mit einem Jahr in die Kita mit mehr als vier Stunden Betreuung, das hätte für ihn nicht funktioniert. Aber wie Kinder in ihrem Wesen so ticken, weiß man aber auch erst etwas später.
    Wir waren während der Minikindergartenzeit viel auf den umliegenden Spielplätzen und so konnte ich die Kindergärten- und Kita-Gruppen, die auch da waren, beobachten. Und ganz ehrlich, DAS sollte man als Eltern im Laufe des ersten Jahres mal machen, bevor die Kinder in die Betreuung gehen. Es teilweise erschreckend, wie Erzieher mit den ganz kleinen Kindern umgegangen sind und bei den Kindergärten waren oft die Erzieher in einer Ecke oft auch rauchend und die Kinder wurden gar nicht mehr beachtet. Oft musste ich denen sagen, dass deren Kinder gerade ausgebüchst sind und auf der Straße sind oder dass Kinder auf die Toilette mussten (weil die dann mit heruntergelassener Hose herumgerannt sind) oder dass die sich arg heftig gekloppt hatten. Möchte ich denen meine Kinder anvertrauen?

    Letztes Jahr waren dann die Kindergartenanmeldungen an der Reihe und uns als Eltern haben lediglich zwei Kinderläden von ihrem Konzept und Erzieher zugesagt. Die hatten für diesen Jahr 5 (davon allerdings vier Geschwisterplätze und ein Mädchenplatz) bzw 3 freie Plätze, wobei diese Einrichtung für uns aus logistischen Gründen weggefallen ist. Es blieb eigentlich daher nur eine Einrichtung, in der wir unseren Sohn mit gutem Gewissen hinschicken wollten und genau in der Einrichtung waren die Chancen von vornherein null.
    Einen Kindergartenplatz brauchen wir dennoch und so haben wir ihn in 18 Einrichtungen (in den oben beschriebenen Einrichtungen haben wir ihn nicht angemeldet) teilweise mit einer Art kleinen Bewerbung in unserer Nähe angemeldet und es gab eine Zusage. Immerhin. In genau 2 Wochen gehts los, wir sind gespannt, was uns bzw. den Sohn erwartet.

    Meine Erfahrung mit Kita- bzw. Kindergartenplätzen lautet: Vogel friss oder stirb.
    Mich wurmt auch noch die Tatsache, dass die Mädels bzw deren Eltern aus dem Jahrgang vom großen Sohn 4-5 Zusagen bekommen haben, während die Jungseltern lediglich eine Zusage bekommen haben und dann teilweise auch noch zittern mussten, ob sie überhaupt einen Platz bekommen.

    Immerhin hat der kleine Sohn einen Platz Dank der Geschwisterregelung, aber auch hier muss man hinterher sein. Der Kitaplatz wäre uns auch schon wieder fast flöten gegangen. Aber das ist ne andere Geschichte.

    Liebe Grüße
    Karin

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    1. Hallo Katrin, ach herrje, das ist ja wirklich schlimm bei euch. Es ist so schade, dass man als Eltern nicht einfach den Kindergarten nehmen kann, der einem am ehesten zusagt. Stattdessen steckt man sein Kind irgendwo rein, Hauptsache, es hat einen Platz. Was soll man aber machen, wenn es nicht anders geht. Ich bin sehr froh, dass wir so ein Glück hatten und den Kindergarten wechseln konnten. Finn fühlt sich dort nämlich richtig wohl und ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich ihn dort abgebe.
      Grüße, Steffi

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Ich freue mich riesig über nette Kommentare!