Ein Tag im Legoland Günzburg* (FAQ)

6.11.15


Vielleicht könnt ihr euch noch an meinen Bericht über den Playmobilpark bei Nürnberg erinnern (hier), den wir im Sommer besucht haben. Wir hatten eigentlich gar nicht geplant, dieses Jahr noch einen Park zu besuchen. Dann habe ich eine Anfrage bekommen, ob ich Interesse an der Merlin-Jahreskarte hätte. Nachdem ich mir die Parks, die man mit der Karte besuchen kann, angeschaut habe, habe ich zuerst abgesagt. Wir wohnen in Frankfurt und die Parks sind alle ziemlich weit weg von uns. Wenn ich die Karte teste, dann auch richtig. Dann habe ich aber spontan entschieden, dass wir einfach jetzt in den Herbstferien ins Legoland fahren. Mein Mann hatte sowieso frei, wir nichts geplant, also warum nicht? Und weil ich von Freunden und per Social Media so viele Fragen zum Legoland bekommen habe, werde ich euch diese jetzt beantworten.

Wo liegt das Legoland und wie lange war die Fahrt? Das Legoland liegt in Günzburg, in der Nähe von Augsburg in Bayern. Wir sind morgens um 7 Uhr losgefahren und waren gegen 10 Uhr da. Finn hat die Fahrt gut mitgemacht (Hörspiele und iPad sei dank). Abends standen wir leider etwas im Stau und wir waren 4 Stunden unterwegs. Aber Finn war so kaputt, dass er sofort im Auto eingeschlafen ist und ich später auch. So hatte mein Mann eine entspannte Autofahrt.

Wie sieht es mit Parkplätzen aus? Um 10 Uhr öffnet das Legoland, Parkplätze gibt es genügend (sie kosten allerdings 6 Euro am Tag, wenn man nicht die Premiumkarte besitzt). Das finde ich persönlich immer etwas doof, weil man ja keine Wahl hat, woanders zu parken. Damit man sein Auto nachher auch wiederfindet, sind die Parkbereiche mit Legofiguren gekennzeichnet. Wir haben bei dem Piraten geparkt. Das hat sich Finn bis zum Ende gemerkt.

War es denn sehr voll? Der Weg vom Parkplatz zum Eingang war sehr kurz und die Warteschlangen quasi nicht vorhanden. Wir hatten ein riesiges Glück an dem Freitag, der Park war bis abends fast leer. Das hat wohl mehrere Gründe gehabt. Erstens waren in Bayern und Baden-Württemberg keine Ferien, das Wetter war etwas trostlos (aber es hat immerhin nicht geregnet), wir waren in der Nebensaison da und am nächsten Tag durften verkleidete Kinder kostenlos in den Park. Das hatte zur Folge, dass wir eigentlich nie anstehen mussten und Finn sogar einfach in den Attraktionen sitzen bleiben konnte. Von Freunden, die im Sommer da waren, habe ich mir sagen lassen, dass man das Wochenende besser meiden sollte. Unter der Woche, auch freitags, ist es aber selbst in der Hochsaison zu ertragen.

Ab welchem Alter ist das Legoland zu empfehlen? Diese Frage habe ich oft gehört und sie lässt sich natürlich nur subjektiv beantworten. Finn wird Ende Januar 4 und hatte total viel Spaß. Wir haben den ganzen Tag im Legoland verbracht und am Ende haben wir noch nicht mal alles geschafft. Viele der Attraktionen sind auch schon für die Kleinen geeignet, aber natürlich ist der Park am ehesten für etwas ältere Kinder geeignet. Mehrere Achterbahnen und wildere Attraktionen konnte Finn nicht besuchen, was er sehr schade fand, aber der Park ist riesig, so dass einem sicher nicht langweilig wird. Ich finde, das Legoland ist perfekt für Eltern mit mehreren Kindern, weil dann für jeden etwas dabei ist. Ansonsten finde ich das Playmobilland für die Kleinen gelungener (auch vom Preis her). 

Wie teuer ist das Legoland? Der normale Eintrittspreis vor Ort ist recht heftig. 47 Euro für jeden Erwachsenen und 37 Euro ab 3 Jahren, hui. Da ist man als Familie schnell viel Geld los. Man kann aber ein paar Tage vorher schon Karten im Internet buchen, dann sind sie etwas billiger (momentan sogar 25%). Falls ihr etwas näher am Legoland wohnt wie wir, lohnt sich bestimmt auch eine Jahreskarte. Oder eben eine Kombikarte wie die Merlin-Jahreskarte, mit der ihr auch viele Seaworlds, den Heidepark in Soltau, Dungeons in Berlin und Hamburg sowie Lego-Discovery-Centers besuchen könnt.

Welche Attraktionen gibt es im Legoland? Für die Großen gibt es zwei Achterbahnen, eine Schiffschaukel, eine Wasserbahn sowie mehrere sich schnell drehende Züge. Finn durfte alleine in den Duploflugzeugen, den Legoautos sowie den kleinen Kanus fahren. Außerdem ist er auf Legopferden geritten. Mein Mann musste unbedingt die Drachen ausprobieren, in denen tatsächlich hauptsächlich Erwachsene saßen. Zusammen sind wir mit dem Duplozug, einer Schwebebahn, der Aussichtsdrehplattform, der Mumienbahn mit Laserpistolen (haben wir bedient), Legobooten und den Safarijeeps gefahren.

Was kann man sonst so im Legoland erleben? Wir haben in der Legofabrik gelernt, wie Legosteine hergestellt werden (hier konnte man auch Steine nach Gewicht kaufen), waren im Lego-Sealife (unser Favorit!), haben uns im Polizei-Spiegelkabinett verirrt, haben dort Autos gebaut und sind um die Wette gefahren, Finn hat sich auf dem Duplo-Kleinkindspielplatz ausgetobt und wir haben die aufgebauten Städte aus Legosteinen bewundert. Hier kann man viel Zeit verbringen, weil es überall Knöpfe gibt, bei denen etwas passiert. Am Faszinierendsten fanden wir natürlich Frankfurt, das Fußballstadion und Star Wars.

Wie gut ist der Park erhalten? Der Park ist ja schon ein paar Jahre alt und das sieht man natürlich. Der Playmobilpark war etwas besser in Schuss, Legosteine sind aber auch schwer sauber zu halten. Gerade die Städte fangen langsam an, Moos anzusetzen und an manchen Stellen fehlen die Steine. Was ich schade fand war, dass einige Knöpfe nicht funktionierten. Die Fahrgeschäfte sind aber alle sehr gut erhalten, da braucht man keine Angst zu haben ;-)

Kann man im Park Lego kaufen? Ja klar, überall. Es gibt einen riesigen Store am Anfang des Parks sowie einen extra Bekleidungsladen. Außerdem kann man in der Fabrik kleine Legosteine einzeln kaufen, im Aktionszelt große Duplosteine. Die Preise sind die gleichen wie im Spielzeugladen, mit der Merlinkarte erhält man allerdings 10% auf alles.

Wie sieht es mit der Verpflegung im Park aus? Gut! Mit der Merlinkarte bekommt man eine Pizza und das Essen für das Kind umsonst. Leider hat uns keiner gesagt, dass wir im falschen Restaurant waren und am Ende doch zahlen mussten. Ihr müsst in die Pizzeria bei der Polizeistation gehen. Neben der Pizzeria gibt es am Eingang ein großes Café, das auch Snacks anbietet und ein Marktrestaurant, in dem man bürgerliche Küche bekommt. Hier gibt es einige Legospieltische, was das Essen erleichtert. Für die Kids gibt es hier Pommes und Hähnchen oder andere Kindergerichte. Ansonsten gibt es mehrere Stände mit Eis, Waffeln, Kaffee und Kuchen. Die Preise fanden wir übrigens ok. Nicht billig, aber auch nicht total überteuert.

Kann man den Park auch bei schlechtem Wetter besuchen? Ich würde sagen ja, aber nur, wenn man eine Jahreskarte hat, sonst ist es einfach zu teuer. Bei uns war es relativ kalt, es hat aber nicht geregnet, von daher konnten wir alles machen. Bei Regen gibt es nicht viele Attraktionen, die überdacht sind. Im Warmen sind Sealife, die Legofabrik, die Polizeistation und die Restaurants. Alles andere macht bei Regen keinen Spaß. Also lieber bei schönem Wetter kommen.

Na, erkennt ihr sie? Ich finde, beide sind echt gut getroffen ;-)

Kann man auch mehrere Tage im Legoland verbringen? Auf jeden Fall. Wir haben nicht alles an einem Tag geschafft und bei uns war ja gar nichts los. Wenn die Schlangen länger sind und man mit größeren Kindern in den Park geht, sollte man wirklich 2 Tage einplanen. Es gibt extra ein Feriendorf neben dem Park, das probieren wir vielleicht im Frühjahr mal aus. Wir wollen nämlich auf jeden Fall wiederkommen.

Gibt es besondere Aktionen im Park? Ja, immer wieder, auf der Homepage nachlesbar. Bei uns war gerade Halloween angesagt. Die komplette Ritterburg war voller Spinnen, es gab Glühwein und alles war voller Kürbisse und Spinnweben. Sie haben sich richtig viel Mühe gegeben. Am Sonntag ist Abschlussfest, dann ist der Park erstmal geschlossen für dieses Jahr.

Ist der Park nur was für die Kinder oder haben die Erwachsenen auch Spaß? Auf jeden Fall! Man freut sich ja sowieso für die Kleinen, aber es gibt auch einiges für die Großen und die Legobauten sind ja für alle interessant. Der Park bietet auf jeden Fall mehr in der Hinsicht als das Playmobilland. Ich würde jetzt nicht zwingend ohne Kind hinfahren, wir hatten aber alle Drei einen tollen Tag.

Falls ihr noch weitere Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren.

* Die Merlin-Jahreskarte wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt.

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4 liebe Worte

  1. Hallo,
    Wir waren dieses Jahr sogar über Nacht, haben in der Königsburg übernachtet und fanden es nur gut. Dein Bericht ist schön ausführlich. Mit Übernachtung, gibt es einen Schleichweg zu einem Seiteneingang und keine Parkgebühr, selbst am Abreisetag, wenn man auf den großen Parkplatz muss. Fand ich klasse. Sind leider auch 3 Stunden gefahren.
    Lieben Gruß,
    Petra

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  2. Hallo
    und vielen lieben Dank für den tollen Bericht!
    Wir liebäugeln schon länger mit einem großen Ausflug ins Legoland.
    Das Lego Discovery Centre in Berlin ist nämlich ziemlich klein :(
    Ganz liebe Grüße
    Kama

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  3. Hallo Steffi,

    na, da haben wir uns im Legoland ja nur knapp verpasst. Toller - und sehr treffender - Bericht! Wir wohnen dort fast "gleich ums Eck" und haben doch tatsächlich eine Jahreskarte. Bei dem von dir beschriebenen Jahresabschlussfest waren wir dann natürlich auch. Samt wunderbarem Feuerwerk am Abend. Da war dann der Parkplatz gerammelt voll. Allerdings sind die Günzburger echt nur zum Feuerwerk gekommen, der Park war davor eher leer und wir mussten bei den Fahrgeschäften höchstens mal 15 Minuten anstehen.

    Im Frühling 2014 waren wir im Disneyland California. Wir wollten unserem Sohn "was Gutes tun" (der restliche Urlaub war für ihn eher langweilig). Die Eintrittspreise sind schmerzhaft hoch, der Park grundsätzlich überfüllt. Als wir mit einem Mitarbeiter dort ins Gespräch kamen und sagten, dass uns einfach die Wartezeiten und die Menschenmassen zu viel sind (teilweise 60 bis 90 Minuten an den Fahrgeschäften), schaute er uns verwundert an und teilte uns mit, dass Nebensaison wäre und wir dann lieber nicht in den Sommerferien kommen werden. Keine Sorge, werden wir sicher nicht!!! Sogar unser Sohn fand es ziemlich blöd. Alles ist genau vorgegeben und geplant. Sogar den Baumhaus-Spielplatz darf man nur in einer Richtung bespielen. Damit mehr Leute durchgeschleust werden können ...

    Mein Fazit: Disneyland never ever again. Legoland immer wieder (außer in den Sommerferien).

    Kreative Grüße,
    Miri D

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    1. Liebe Miri,
      das kann ich mir gut vorstellen, dass das Disneyland total voll war. Ich war als Kind mal im Disneyland Paris und da kann ich mich auch an sehr lange Wartezeiten erinnern. Als Kind fand man das gar nicht so schlimm. Als Erwachsener finde ich das den Horror.
      LG Steffi

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Ich freue mich riesig über nette Kommentare!