10 Dinge, die ich auf der Denkst-Familienkonferenz gelernt habe

7.5.16

Denkst Familienkonferenz

Am vorletzten Wochenende bin ich total spontan zur Familienbloggerkonferenz Denkst (organisiert von Susanne und Sven) nach Nürnberg gefahren. Das war wirklich ein riesiger Zufall. Eine Woche vorher hat mich die Redaktion von Eltern angeschrieben und ich bin auf deren Webseite gegangen. Hier gab es einen Link zur Denkst. Puh, schon wieder ein Wochenende weg vom Kind, ich war ja gerade erst auf dem Blogst Barcamp. Kurz in den Kalender geschielt und festgestellt, dass genau an dem Samstag der 70. Geburtstag des Schwiegerpapas ansteht. Ne, das kann ich ja dann nicht machen, sehr schade. Am Mittwoch hieß es dann, der Geburtstag wird doch am Donnerstag Abend gefeiert. Uh. Dann kann ich ja doch. Schnell den Zug gebucht, eine Karte bestellt und gefreut. Am Ende war der Geburtstag dann doch am Samstag, aber da war es schon zu spät und für so viel hin und her kann ich ja nichts. Also bin ich nach Nürnberg gefahren und habe es sicher nicht bereut. Weil das beim letzten mal so gut bei euch ankam, gibt es heute wieder 10 Dinge, die ich gelernt habe:
Duplo auf der Denkst 2016

1) Das nächste Mal nehme ich mein Kind mit
Ich hatte kurz überlegt, Finn mitzunehmen, mich dann aber doch dagegen entschieden, weil ich ja mal was für mich machen wollte und mich mit anderen Mamabloggern unterhalten wollte, ohne zu schauen, was mein Kind wohl gerade so macht. Aber nachdem ich gesehen habe, was die Organisatoren sich haben einfallen lassen, wäre es Finn sicher nicht langweilig geworden. Duplo hatte eine Ecke aufgebaut, es gab tolle Fiete-Malbücher, einen Autoteppich, Hüpftiere und vieles mehr. Auch das Essen war extra für die Kleinen in Miniportionen hergerichtet und es gab eine Candybar. (Ich gebe zu, ich habe da auch mal zugegriffen).

2) Mamablogger sind besonders herzlich
Ich hatte vorher ein bisschen Bammel, weil ich außer Mamamia und Berlinmittemom niemanden persönlich kannte und ich bin jetzt auch nicht so die Smalltalk-Queen. Aber man muss sich nur überwinden. Ich habe ein paar Blogger angesprochen, die ich vom Lesen kannte und man kam beim Essen auch so mit den Nachbarn ins Gespräch. Ich hatte das Gefühl, von jedem willkommen zu sein, egal ob man schon ewig dabei ist oder erst gestern angefangen hat. Ich muss sagen, auf anderen Konferenzen ist das oft anders. Da traut man sich an die größeren Blogger gar nicht ran und wird auch nicht so supernett aufgenommen.
Bento Lunchboxes

3) Mit Toastbrot kann man zaubern
Wenn man das richtige Material hat. Dann kann man nämlich aus einem langweiligen Sandwich einen süßen Teddybären machen. Die beiden Mädels von lunchboxdiary haben uns tolle Sachen zum Nachmachen gezeigt, die ich unbedingt mal ausprobieren muss. Bei Ebay findet man lustige Spieße und Schächtelchen, wenn man nach "Bento" sucht.

4) Gute Eltern sind nicht perfekt, sie sind authentisch
Dieser Satz stammt von Dr. Hauch, der uns in seinem Vortrag "Kindheit ist keine Krankheit" berichtet hat, dass viele Eltern das Leben ihres Kindes zu sehr durchplanen, wollen dass ihr Kind perfekt ist und dabei vergessen, dass Kinder ein Recht auf den heutigen Tag haben. Dr. Hauch ist Kinderarzt und kritisiert, dass Kinder heutzutage viel zu oft und zu früh in irgendwelche Therapien gesteckt werden. Das Kind bekommt hier aber das Gefühl, dass kein Vertrauen mehr in es gesetzt wird. Kinder brauchen Erfolgserlebnisse, sie wollen wertvoll sein!
Bento-Workshop mit lunchboxdiary

5) Ich möchte keine Welle im Internet machen
Christine von Mama arbeitet hat in ihrem Vortrag darüber geredet, wie man einen Post möglichst gut hypt. Sie ist die Verantwortliche der Bundesjugendspiele-Petition. Ich habe mich damals im Stillen darüber aufgeregt, weil unsere Schüler die Bundesjugendspiele nämlich richtig gut finden und weil auch keiner eine Petition macht, um den Mathewettbewerb in Klasse 8 abzuschaffen. Und das sage ich als Mathelehrerin! Aber meine Meinung soll hier auch mal egal sein. Ich bin mir nicht sicher, ob das Ganze eine Art PR-Gag war, es wirkte jetzt aber nicht so. Ich möchte sowas auf jeden Fall nicht. Ich zeige euch nette Bastelideen und berichte gerne aus meinem Alltag, auch mal das ein oder andere Kinderthema, aber mehr muss nicht sein. Ich möchte extra keinen Post übers Stillen, über Flüchtlinge, über schlechte Kooperationen oder die Bundesjugendspiele schreiben. Ich möchte das nicht, weil ich nicht provozieren möchte, weil ich keine komischen Kommentare möchte, weil ich das nicht brauche. Und wenn meine Posts dann nicht 10.000 Klicks am Tag haben, dann ist das auch völlig in Ordnung. Wobei ich mich natürlich freue, wenn ich eine Welle mit einer DIY-Idee machen kann. Aber dann einfach, weil es euch gefällt und nicht, weil ich darauf geachtet habe, es dann bei Facebook online zu stellen, wenn große Blogger online sind, um es zu teilen. Dazu habe ich gar keine Zeit.

6) Das Eltern-Heft wird dieses Jahr 50
Unglaublich, oder? Das Magazin gibt es tatsächlich schon so lange. In einer kurzen Präsentation wurden uns alte Cover der Zeitschrift gezeigt und interessante Beiträge, die Geschichte geschrieben haben. Ich persönlich kaufe mir sehr selten Magazine, eigentlich nur für den Urlaub, aber ich finde es toll, dass sich eine Zeitschrift so lange am Markt hält, das spricht ja für sie.
Vortrag von meinesvenja

7)  Um gutes SEO zu machen, brauche ich Ferien
Ich habe das ja leider nicht von Anfang an so gut betrieben, damals wusste ich davon gar nichts. Ich habe jetzt für das Jahr 2013 alle Bilder mit Alt-Tag und Titel versehen und die Beschreibung für Suchmaschinen hinzugefügt, das war eine Menge Arbeit. Aber es lohnt sich, plötzlich kommen die meisten Leser über google. Jetzt muss ich das ja nur noch für 2014 und 2015 machen. Hmm. Svenja hat uns in ihrem Vortrag supertolle Tipps gegeben, die wir allerdings nicht ausplaudern sollen, weil sie damit ja ihr Geld verdient. Wenn ich das alles anwenden wollte, würdet ihr wohl nur noch einmal im Monat einen Post zu lesen bekommen. Also lasse ich es einfach. Immerhin ist mein Blog ja auch nur mein Hobby und nicht mein Beruf. Aber wenn ihr die ultimativen Tipps braucht, dann bucht euch Svenja mal für ein paar Stunden!

8) Elternblogger sind gierig
Patricia von dasnuf hat es treffend in ihrem Post beschrieben, irgendwas ist da schief gelaufen. Von anderen Veranstaltungen kannte ich das, dass am Ende noch jede Menge Goodiebags übrig sind, die dann noch verlost werden. Hier waren am Ende nicht mehr genug für alle da. Wie kann sowas passieren? Also einmal durch Missverständnisse. Einige Mamas dachten wohl, für jedes Kind wäre eine Goodiebag da. Das finde ich nicht schlimm, ich wäre zwar schon etwas enttäuscht gewesen, wenn ich keine bekommen hätte, hätte sie aber gerne an andere Kinder abgegeben. Was ich aber total peinlich finde, ist, dass sich einige die besten Sachen aus den Tüten rausgenommen und in ihre eigene Bag gesteckt haben. Auch, dass gleich zu Anfang Tüten rumgeschleppt wurden, hat mich etwas verstört. Ich kannte es so, dass man sich eine mitnimmt, wenn man geht. Außerdem lagen einige Bücher zur Ansicht herum, Ansichtsexemplare! Plötzlich sehe ich eine Mutter mit mehreren dieser Bücher rausgehen. Hat sie denn noch nicht mal gefragt? Nimmt man einfach mit, was rumliegt? Vielleicht haben sie es nötig, man weiß es nicht.
Entdecker-Freunde von Stabilo

9)  Kinderfotos gehören ins Netz
Der Vortrag war ein bisschen verwirrend, weil es erst so rüberkam, als ob man unbedingt seine Kinder online stellen sollte, frontal von vorne, damit sie auch jeder gut erkennen kann. Weil eine Welt ohne Kinder ja langweilig ist, so auch eine Welt im Internet. Dann wurde eine Seite vorgestellt, die Tassen mit Fotos fremder Kinder aus dem Netz verkauft. Da wurde ich stutzig, das ist irgendwie eine komische Vorstellung, dass jemand eine Tasse mit Finns Gesicht zu Hause stehen haben kann. Dann wurde klarer, worauf es Patricia ankam. Kinder im Netz ja, aber ohne Gesicht. Genau so sehe ich es auch. Ihr seht Finn ja immer mal wieder. Von hinten, von der Seite, seine Hand. Aber nie sein Gesicht. Ich bin kein Fan von verpixelten Kindergesichtern oder Katzenköpfen davor, ich finde, man kann beim Fotografieren ziemlich gut darauf achten, was nachher zu sehen ist. Fotos von vorne werden eben nicht auf dem Blog gezeigt. Ich weiß, dass das viele anders sehen und das ist auch ok für mich.

10)  Die Kelly-family ist wieder da
Nein, natürlich nicht, bzw. Teile davon schwirren ja noch auf Pro Sieben rum. Die la-le-luna-Band ist da. Eine familiengeführte Truppe, die lustige Kinderlieder singt. So süß zu sehen, wie selbst die allerkleinsten schon mitmachen. Die genauen Familienverhältnisse habe ich zwar nicht durchschaut, aber irgendwie sahen sie sich alle ähnlich. Und die Lieder waren mal was ganz anderes.
la-le-luna Familienband

Ich bin auf jeden Fall mit ganz vielen neuen Bekanntschaften, einer Goodiebag (ja, ich habe eine bekommen), einer Tasche voller Gewinne und vielen neuen Anregungen wieder nach Hause gefahren.
Noch mehr Berichte zur Denkst findet ihr hier.

Und denkt dran, noch bis Sonntag bei meinem Gewinnspiel mitzumachen.

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5 liebe Worte

  1. Wie immer total spannend solche Berichte von Dir! Danke dass Du uns mit auf solche Veranstaltungen nimmst :-)
    Liebe Grüße, Sandy

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  2. Ich hoffe dein Schwiegerpapa war nicht all zu böse auf dich das du zu dem Geburtstag nicht da warst. Bei den Kinderbilder muss ich euch recht geben. Ich mache die Gesichter meiner Kleinen auch immer unkenntlich mit Sternen oder sowas.

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    1. Hihi, nein, war er nicht. Erstens ist er recht locker und zweitens konnte ich ja nichts dafür, dass es ein paar Tage vorher nochmal verschoben wird.
      LG Steffi

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  3. Toll, was du geschrieben hast, v.a. auch über die BJS.Und deine beklebten Ordner im Arbeitszimmer sind klasse:-) Hanni27

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Ich freue mich riesig über nette Kommentare!