Wo soll das alles hinführen? Blogger-Burnout

28.5.16

Blogger Burnout

Schwierig, darüber zu schreiben, schwierig, den richtigen Titel dafür zu finden. Und keine Angst, ich persönlich habe kein Blogger-Burnout, mache mir aber trotzdem so meine Gedanken darüber. Ein Auslöser war die Denkst-Konferenz, auf der es viel um Blog-Vermarktung und Geldverdienen ging, um Strategien, noch mehr Leser zu erreichen, um Steuererklärungen und Kooperationen. Ich habe vor drei Jahren mit meinem kleinen Blog mit noch recht bescheidenem Layout angefangen, weil ich meine Näh- und Bastelergebnisse zeigen wollte. Mehr nicht. Einfach so zum Spaß. Ich habe mich in Html reingefuchst, habe mir von meinem Mann zeigen lassen, wie man Fotos bearbeitet und mir bei anderen abgeschaut, wie man überhaupt so einen Post schreiben kann. Ich hatte so gut wie keine Leser und habe mich über jeden einzelnen unheimlich gefreut. Mache ich jetzt übrigens auch noch!

Der Blog wächst und wächst

Nach und nach kamen neue Social Media Seiten dazu, ich habe auf Workshops sowie auf Konferenzen viel Neues gelernt und umgesetzt. Nach und nach kamen mehr Leser dazu. Ich habe mir ein neues Layout gekauft und selbst daran rumgebastelt und meine Social Media-Seiten verbessert. Ich habe jetzt einen festen Ablauf, wann ich was wo poste und teile. Je mehr Leser man bekommt, desto mehr Kommentare kommen, die man möglichst auch gerne beantworten möchte. 

Und dann kommen die Kooperationen

Plötzlich kommen fast täglich Anfragen von Firmen, die irgendwas bei mir vorstellen möchten. Anfangs freut man sich über alles und lässt sich beschenken und fühlt sich total geehrt. Und ich denke, die wenigsten würden sowas ablehnen. Dann kommen andere Blogger und mäkeln rum, dass kleine Blogger zu wenig Geld für Kooperationen nehmen würden. Und man denkt sich, hä?, ich bin voll happy, kann euch doch egal sein, dann macht es halt nicht, wenn ihr euch dafür zu schade seid. Später merkt man dann aber, dass man Bloggern, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen, das Geschäft kaputt macht. Na, das will man nun auch nicht. Und man möchte sich ja auch nicht unter Wert verkaufen. Je mehr Anfragen kommen, desto eher ist auch was dabei, was man richtig toll findet, was man seinen Lesern wirklich gerne zeigen möchte. So zum Beispiel der Filzkugelteppich, den ich bis heute liebe und uneingeschränkt weiterempfehlen kann. 

Die lieben Steuern

Dann kommt aber der Punkt, an dem man versteht, dass das langsam ein bisschen viel wird. Dass man sich mal mit einem Steuerberater unterhalten sollte, wie das denn so aussieht. Weil man möchte ja um Gottes Willen nichts Illegales machen. Und das ist kompliziert, das sage ich euch. 410 Euro darf ich im Jahr verdienen, ohne dass ich das bei der Steuer angeben muss. Das ist der Betrag, der entsteht, wenn man die Ausgaben von den Einnahmen abzieht. Da ich viel auf Konferenzen und Messen unterwegs war dieses Jahr und auch noch sein werde, sind die Ausgaben bei mir noch gut mit den Einnahmen zu verrechnen. Aber trotzdem muss ich mir alles aufschreiben und aufpassen. Oder mir überlegen, wenn ich noch mehr Kooperationen annehme, ob sich das für mich lohnt, wenn ich die Hälfte davon bei der Steuer abgeben muss. 

Will ich mit meinem Blog Geld verdienen?

Das ist so schwierig zu beantworten. Ich bin verbeamtete Lehrerin, bin das gerne und werde das nie an den Nagel hängen. Also wäre es sowieso nur ein Nebenverdienst für mich. Aber ich möchte keiner von den Blogs werden, bei denen jeder Post mit "Werbung" beginnt. Ich habe da wirklich kein Problem mit und freue mich auch auf anderen Blogs über gute Anzeigen, aber der ein oder andere nichtgesponserte Post sollte doch auch dabei sein. Ich hatte dieses Jahr nur zwei Werbeposts (ich kennzeichne das immer ordentlich für euch), für die ich entweder Geld oder ein Produkt über 100 Euro bekommen habe.  Ein paar dürfen es noch werden, aber dann reicht es für mich. Ich bin sehr froh, dass ich nicht darauf angewiesen bin, ständig Kooperationen anzunehmen oder Werbebanner schalten zu müssen.
Bloggen zwischen Hobby und Beruf

Sind Blogger schlechte Eltern?

Manchmal ja, wenn man das so sagen kann. Ich habe Finn schonmal eine halbe Stunde später aus dem Kindergarten abgeholt, weil ich das gute Licht noch für ein Foto nutzen wollte. Gut, er wird daran nicht gleich sterben, aber irgendwie kam ich mir dabei schlecht vor. Er muss ja auch damit leben, dass ihr immer mal wieder was von ihm zu lesen bekommt. Ich versuche das aber so zu halten, dass er sich dafür nachher nicht irgendwie schämen muss. Genau deshalb poste ich auch nur Fotos von ihm, wo man ihn von hinten oder der Seite sieht, so dass man ihn nicht wirklich erkennen kann. Mir persönlich ist es wichtig, dass er nachher selbst entscheiden kann, ob er das möchte oder nicht. Und manchmal gibt es Situationen, in denen ich Fotos oder Videos mache und dann merke, ich habe selbst nichts live mitbekommen. Das ist der Grund, warum ich zum Beispiel kein YouTube habe oder Snapchat kaum nutze. Ich möchte keine Videos von Finn machen, wenn wir unterwegs sind, ich möchte ihn erleben.

Stress mit dem Blog

Der zweite Auslöser, warum ich diesen Post schreibe, war ein Facebook-Video einer Bloggerin, die einige ihrer Kanäle gelöscht hat, weil sie einfach nicht mehr konnte. Ok, sie hat auch einen riesigen Blog und das ist ihr Hauptberuf, aber kleine Parallelen habe ich gefunden. Ich stresse mich oft damit, dass ich dienstags unbedingt ein DIY online stellen muss. Manchmal habe ich am Wochenende davor aber einfach keine Zeit, was zu basteln oder keine Idee und dann setze ich mich unter Druck. Das macht dann plötzlich nicht mehr so viel Spaß, wie es ein Hobby doch machen sollte. Und dann nimmt man Kooperationen an, bekommt etwas geschickt und weiß, dass man darüber jetzt aber auch bald bloggen muss. Entweder muss man sich an bestimmte Vorlagen halten oder muss sich überlegen, wie man das Produkt möglichst elegant unterbringt. Auch das kann stressen. Und am liebsten soll der Post über die Messe zwei Tage später online gehen. Der Urlaub muss doch auch noch verbloggt werden und um Himmels Willen, ist denn morgen schon wieder Dienstag?

Social Media Stress

Auch hier ist es leider nicht anders. Ich habe mich schon damit gestresst, bei Instagram jeden Abend um 20 Uhr ein Foto zu posten. Aber an manchen Tagen habe ich einfach kein schönes Foto. Jetzt poste ist halt auch mal einen Tag nicht. Was soll's. Ich poste weiter auf allen Kanälen, weil ich mich ja immer freue, wenn viele Leute meine Geschichten lesen und womöglich noch teilen, aber auch das kostet Zeit. Früher konnte ich mich durch alle Bilder bei Instagram klicken, habe alles bei Facebook gelesen und beim Creadienstag jedes DIY kommentiert. Das schaffe ich nicht mehr. Mein eigener Blog ist zu viel geworden, ich habe leider kaum mehr Zeit, andere noch zu würdigen. Montags scrolle ich mich durch meine Blogroll bei Bloglovin und freue mich darüber, was die anderen so schreiben, aber zum Kommentieren komme ich kaum noch. Schade eigentlich.

Und jetzt?

Tsja, wenn ich da eine Antwort hätte. Ich denke, ich versuche weiterhin zweimal die Woche zu posten, aber wenn ich mal kein DIY am Dienstag habe, dann gibt es halt mal keins. So! Und wenn wir bald drei Wochen in den USA sind, werde ich auch keine 6 Posts vorbereiten. Das ist doch echt Quatsch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr mir böse seid, wenn mal weniger Posts kommen, dafür sind sie aber mit mehr Liebe gemacht. Oder sehe ich das falsch? Ich bin selbst ja mein größter Feind, weil ich immer so perfektionistisch bin, aber ich möchte mir einfach nicht mehr so viel Stress mit einem so schönen Hobby machen. Ich könnte auch mal probieren, einfach dann zu posten, wenn ich eben was gemacht habe oder euch was mitteilen möchte. Dann habe ich aber Angst, dass ich keinen Druck mehr habe und es so vor sich hinläuft und irgendwann immer weniger wird. Oder ich blogge immer nur noch dienstags im Wechsel ein DIY und ein anderer Post. Ich weiß es selbst nicht.

Wie macht ihr das denn? Postet ihr regelmäßig zu bestimmten Tagen oder immer dann, wenn ihr Lust dazu habt? Macht ihr euch manchmal Stress und habt ihr euern Blog schonmal in Frage gestellt? Schwankt ihr auch zwischen Hobby und Beruf? Schreibt mal gerne was dazu in die Kommentare!

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33 liebe Worte

  1. Ich bin nie auf so einem Level angekommen, dass ich mich sowas fragen müsste ;-) Aber kann dir versichern, das ich auch in Blogs weiterlese, wenn mal ein halbes Jahr Funkstille ist, wenn sie mir gefallen. Und dein Blog gefällt mir sehr :)

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    1. Ach danke Fränzi, lieb von dir. Ich hoffe nicht, dass mal ein halbes Jahr nichts kommt. ;-) Dein Blog ist auch toll, warte mal ab, wie schnell das geht und du auch an so einen Punkt kommst! LG Steffi

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  2. Liebe Steffi,

    nach dem Video diese Woche habe ich auch darüber nachgedacht. Mein Blog ist auch mehr mein Hobby und mein Shop mein Hauptjob und seit wir wieder zurück in Deutschland sind, poste ich auch weniger. Das wahre Leben hat mich voll im Griff und das ist ja auch gut so! Mehr als einen Post die Woche schaffe ich eh nicht und jetzt werden es manchmal auch nur alle 14 Tage (da hab ich mich mit meiner Linkparty jeden 2. Freitag selbst unter Druck gesetzt...). Ist dann halt so und soll ja auch weiterhin Spaß machen.
    Im Sommer werde ich im Laden voll gebraucht, da weiss ich auch noch nicht, wie ich das hinkriege. Also wenn Du einen Gastbeitrag schreiben willst, lass es mich wissen ;-)

    LG und ein schönes Wochenende,
    Yvette

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    1. Liebe Yvette,
      ich glaube erstmal nicht, danke. ;-) Jetzt im Sommer habe ich auch echt andere Sachen zu tun als drinnen zu nähen. Und Blogs werden dann ja auch einfach nicht mehr so viel gelesen. Wenn wir schonmal gutes Wetter haben.
      LG Steffi

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  3. Hallo Steffi,
    ich verfolge deine Seite schon seit längerem und war sehr erstaunt wie viel du schaffst und wie liebevoll deine Posts gestaltet sind! Ich kann es total verstehen, dass man neben einem Vollzeitjob und einem Kind auch mal einfach nichts postet. Es sollte Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Mich wirst du als Leserin behalten! Vielen Dank für deine Mühe!! Liebst Amanda

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    1. Danke für deine lieben Worte Amanda!

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  4. Hallo, Steffi!!! Es gibt bei mir Wochen, wo ich jeden Tag etwas schreibe (vor allem wenn mein Mann Spätschicht hat und ich mich abends langweile), aber es gibt auch Wochen wo ich kaum was mache (wenn ich erkältet bin, zum Beispiel). Blog muss eine Herzenssache bleiben:) Ich habe jetzt noch angefangen Videos zu machen und es macht mir so viel Spaß, aber es ist auch so eine zeitfressende Beschäftigung O_o
    Mit Social Media bin ich weniger befreundet und vergesse oft viele schöne Bilder auf Instagram zu posten:D
    Ich finde deinen Blog sehr schön und lese dich gerne, aber jede braucht mal eine Auszeit. Wenn man Kopf frei macht, da fliegen so viele tolle Ideen rein:)
    LG Lisa von http://mamakreativ.com

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    1. Wow, jeden Tag ist krass. Das habe ich noch nie gemacht. Videos finde ich auch super spannend, ich traue mich aber nicht, damit anzufangen, weil das noch mehr Zeit frisst. Danke für deine lieben Worte!
      LG Steffi

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  5. Liebe Steffi,
    jaaa... diese Gedanken kenne ich nur zu gut. Da ich allerdings fast nichts so sehr hasse, als mich - mehr als notwendig - festen Terminen unterordnen zu müssen, erschneinen meine Posts eben mehr aus dem Bauch heraus. Deshalb ist die Frequenz auch so unterschiedlich: mal 4, mal 6, mal 8 Posts per Monat. Klar merkt man das an den Besucherzahlen. Und kommentiert wird bei mir auch nicht viel. Schade, aber was solls.
    Dagegen kommentiere ich selbst sehr viel bei anderen Blogger/innen. Denn für mich sind die Kommentare das Salz in der Suppe, nicht die Kooperationen. Selbst ich bekomme ab und zu Anfragen und ich bin so frei, auch die eine oder andere abzulehnen, wenn sie mir nicht ins Konzept passt. Andererseits teste ich supergerne neue Produkte (ich bin da auch beruflich im Thema) .... und das ist ein kleines Dilemma. Darum überlege ich, ob ich nicht einen separaten Testblog schalte. Mal sehen. Kommt Zeit kommt Rat. Auf anderen Blogs stört mich ein bisschen Werbung keinesfalls. Voraussetzung: sie passt zum Thema und ist authentisch. Ein Blogpost, der das Gefühl vermittelt, dass er nur als Werbeanzeige dient, den lese ich nie zu Ende. Da gucke ich noch lieber professionelle Fernsehwerbung. ;)
    Ich finde es toll, dass du das Thema angeschnitten hast. Letzendlich muss jeder selbst entscheiden und ausprobieren, wie er mit seinem Blog arbeitet.
    Ich hoffe auf jeden Fall, dass du uns noch lange lange erhalten bleibst. :)
    Herzlichst
    vonKarin

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    1. Du hast Recht, ich freue mich auch total, wenn Leute bei mir kommentieren, auch wenn das seit Beginn viel weniger geworden ist. Das ist wohl bei allen so, da sich die Leser eher auf den Social Media Kanälen tummeln und dann da liken.
      LG Steffi

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  6. Liebe Steffi,

    auf deinem Blog zu stöbern und zu lesen macht immer wieder Spaß. Das würde ich auch immer noch machen, wenn du weniger Beiträge online stellst. Ich finde es super wie viel Mühe du dir für jeden Beitrag gibst, da steckt wirklich Arbeit dahinter.
    Allerdings betrifft mich das Thema nicht, dafür ist mein Blog zu klein und auch eher nur als Teil meines eigentlichen Hobbys - die liebe Wolle - gedacht. Deshalb schieße ich oft schlechte Bilder, gerne mal mit dem Handy und regelmäßig Posten ist auch nicht drin...dafür muss ich ja im Idealfall erst etwas fertig bekommen und das klappt nicht immer. Mein Layout muss auch dringend überarbeitet werden, aber Socken stricken macht dann doch mehr Spaß :D Also wenn du weniger Zeit in deinen Blog investierst kann ich das absolut verstehen :)

    Ganz liebe Grüße
    Sarah

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    1. Danke für die netten Worte Sarah. Socken stricken kann ich übrigens nicht, würde ich aber gerne können. Vielleicht mal ein Post weniger und dafür das lernen. ;-)
      LG Steffi

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  7. Liebe Steffi,
    es tut gut auch mal von anderen zu hören, wie sie das handhaben, mit dem Bloggen und den vielen Social Media Kanälen! Ich selbst stehe noch ganz am Anfang mit meinem Blog, aber es ist dennoch so, wie du schreibst - manchmal stresst es etwas, wenn man weiß, dass man am nächste Wochenende nicht zu Hause ist und dementsprechend nicht Basteln kann für Dienstags...
    Da ich ja noch am Anfang bin, muss ich mir dann eben was einfallen lassen!:-) Ich denke dann jetzt noch "Ohne Fleiß kein Preis!" - aber hoffentlich habe ich auch mal einen so tollen und erfolgreichen Blog wie du und kann es dann auch etwas entspannter angehen lassen!
    Vielen Dank für deine ehrlichen und aufbauenden Worte hier!!!
    Liebe Grüße
    Ariane

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    1. Das ist echt lustig, dass fast alle DIY-Blogger dienstags posten, weil da der Creadienstag ist. Anfangs kamen darüber auch wirklich die meisten Leser zu mir. Jetzt ist es Pinterest und die google-Suche. Ich kann also auch mal entspannter sein und nicht zwingend dienstags was posten.
      Ich denke auch, wenn man eine feste Leserschaft aufgebaut hat, darf man auch mal weniger posten. Sie bleiben einem treu, wenn sie wissen, dass schöne Posts kommen. So ist es zumindest bei mir.
      LG Steffi

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  8. Ich dachte "nicht noch ein blogger-burnout-post!" - aber die gliederung war super :-) Kleine, inhaltlich verdichtete Einheiten und ich hatte nie das gefühl nicht zu wissen, wo das Ende ist.... Ich mache alles in meinem Tempo - ein Post pro Woche sollte sein, aber ich versuche, keinen riesigen Druck aufzubauen. Gleichzeitig hindert mich der Perfektionismus und DEN versuche ich abzubauen :-)

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    1. Danke Evy, ich hatte schon vor, den Post zu schreiben bevor das Facebook-Video von Mari plötzlich alle dazu verleitet hat, etwas darüber zu schreiben. Ich wollte es aber trotzdem machen. Eben auf meine Weise. Freut mich, dass es dir gefallen hat.
      LG Steffi

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  9. Bin ich froh das dies kein "ich kann nicht mehr, der Druck ist mir zu hoch" Post ist.

    Bei Bloggen ist es so wie bei allem im Leben, Geb ich viel, bekomme ich höchstwahrscheinlich viel.
    Nur wenn man viel gibt, hat man weniger für andere über. Sei es Freunde, Freizeit, Familie, Hobby ...

    Jeder muss seinen eigenen Weg finden.
    Soll mein Blog ein Spassprojekt bleiben? Oder will ich damit Geld verdienen.

    Ich selbst Handhabe es mit meinem Blog so "ich poste etwas wenn ich was zu sagen habe, hab ich nichts zu sagen, sag ich nichts ..."
    Ich gehe gern mal hier und mal da eine Kooperation ein... Aber immer nur soviel wie ich es für mich vertreten kann.

    Jeder sollte auf sich und sein Bauchgefühl hören. Das ist dann schon der richtige Weg.

    Liebste Grüße Nine

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    1. Da bin ich ja froh, dass du froh bist, dass es kein "ich kann nicht mehr, der Druck ist mir zu hoch" Post ist. ;-)

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  10. das sind mal sehr interresnate gedanken, ich denke da kann ich froh sein das Mein Blog nie so groß geworden ist und wahrscheinlich nie wird, die paar Komentare die es mal gibt kann ich beantworten.

    Aber ich finde man solte nie die Reale welt vergessen, es reicht doch auch ein Beitrag in der Woche wenn es mal anders geht oder eine Blog Pause das haben schon viele Blogs gemacht die ich lese

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    1. Du hast vollkommen Recht liebe Lindi, so werde ich es wohl auch machen.
      LG Steffi

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  11. Hey Steffi,
    kann Deine Gedanken total nachvollziehen. Ich hab bei weitem nicht so viele Angebote wie Du, aber ich lehne ohnehin fast alles ab. Genau aus den Gründen.
    Das letzt halbe Jahr war bei mir auch ruhiger, was man bei mir an den Zugriffszahlen merkt. Interessanterweise ist der Kontakt über die diversen Kanäle aber intensiver denn je. Das freut mich sehr und ist mir mehr wert. Vielleicht nur so als Impuls ;-) Alles Liebe! Nina

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    1. Hallo Nina!
      Ich finde den persönlichen Kontakt, z.B. über Instagram auch toll. Aber ich freue mich auch über stille Leser.
      LG Steffi

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  12. Liebe Steffi,
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Leser trotzdem kommen, auch wenn du weniger postest. Ich lese hier immer gerne mit. Manchmal wünsche ich mir sogar, dass im allgemeinen weniger Posts kommen, da ich nicht jeden Tag dazu komme meinen Feed zu lesen und dann selektieren muss.
    Ich selber poste auch jeden Dienstag und Freitag. Ich habe aber immer mal wieder Tage dabei an denen ich es nicht schaffe und dann eben mal nicht blogge. Ich hatte anfänglich ein schlechtes Gewissen, habe aber festgestellt dass trotzdem keine Protestmails kamen warum ich nichts gepostet hab ;-) Wahrscheinlich sollten wir uns alle nicht so viel Stress damit machen. Bei Instagram halte ich es übrigens genauso. Wenn ich kein schönes Foto habe, poste ich auch keins, so!;-)
    Liebste Grüße ausm Pott, Sandy

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    1. Du hast Recht, manche Blogger schreiben mir auch zu viel und ich komme nicht mit dem Lesen nach. Bei YouTube geht es mir noch mehr so. Tägliche Videos sind mir einfach zu viel. Da komme ich nicht mehr hinterher.
      LG Steffi

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  13. hach gut gesagt. ich stresse mich selber schon ein bisschen, was ich allerdings nicht negativ sehe. ich möchte nie wieder in meinen alten beruf zurück und würde gerne mit dem blog, bzw. was sich daraus ergibt, ein wenig geld verdienen. allerdings niemals auf kosten des blogs. ich kooperiere nur wenn es für meinen blog und seine leser sinn macht. niemals würde ich etwas verbloggen, wovon ich nicht überzeugt bin. mich einfach nur kaufen lassen, nur weil ich damit geld verdienen kann. denn ich es liebe was ich da mache und ich weiß, das wenn ich in meinen job zurück gehe, ich eingehen werde wie eine primel. deshalb würde ich gerne in angriff nehmen, das "vollzeit" zu machen und deshalb... bisher schaffe ich nur ein mal die woche, weil ich die kinder 2 mal für ein paar stunden bei der tagesmutter habe. außerdem brauche ich auch die kreative auszeit für mich, es ist also eine win-win situation für alle beteiligten. denn in letzter zeit habe ich eher ein "leben-burnout". alles dreht sich um alles andere und ich merke, wie meine gehirnzellen jeden monat etwas weniger werden. deshalb würde ich gerne kreativer bleiben, ohne mich zu verbiegen. und das liebe ich an dem blog so sehr, mein baby, meine regeln. aber ich kann auch total nachvollziehen was du da schreibst und hoffe, du bleibst uns noch lange erhalten. egal wie oft. es zählt nicht die quantität, sondern die qualität! <3

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    1. Ich finde das schon toll, wenn man das hauptberuflich machen kann und sich dabei nicht zu sehr stressen muss. Ich mag meinen Job als Lehrer sehr und würde ihn nie aufgeben, aber genau deshalb muss ich mich ja nicht stressen.
      Danke für deinen netten, langen Text. Ich finde auch, dass die Qualität viel wichtiger ist.
      LG Steffi

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  14. Ich liebe Deinen Blog, weil er so unheimlich authentisch ist. Keine heile Welt und vor allem nicht voll mit Werbung. Es gibt Blogs, denen folge ich nicht mehr, weil es nur noch um Kooperationen geht und ich der Bloggerin einfach nicht abnehme, dass sie das aus Überzeugung postet. Oder Bloggerinnen, die völlig selbstverliebt meinen, sie hätten die Weisheit mit dem Löffel gefressen.
    Danke, dass Du so schreibst, wie Du es tust. Ich lese Deinen Blog weiter, egal, ob Du 2x die Woche was postest oder eben nur 1x im Monat.
    Bleib wie Du bist und stresse Dich nicht.

    LG Marcy

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    1. Liebe Marcy,
      das sind ja mal liebe Worte, dankeschön. Das ist für mich das allerwichtigste, dass ich authentisch bleibe und ihr das auch so wahrnehmt.
      Ich schreibe dann gleich mal den Post für morgen. ;-)
      LG Steffi

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  15. Liebe Steffi,
    das, was du schreibst ist sehr interessant.
    Als ich angefangen hab zu bloggen, war genau das, was du beschreibst (und erreicht hast), mein absolutes Ziel. Dann merkte ich genau wie du, was das für den Alltag bedeutet. Wobei ich bemerken muss, dass ich nicht mal im Ansatz so weit gekommen bin wie du.
    Es kamen Situationen in meinem Leben, wo ich merkte, bloggen ist toll. Aber beim besten Willen nicht die Welt. Natürlich ist es toll, Lob, Anerkennung etc zu bekommen. Aber ist es nicht mehr wert, wenn man es im Leben 1.0 bekommt? Live? Sicher ist es das.
    Ich jage schon lange nicht mehr neuen Lesern hinterher. Wer lesen mag ist herzlich willkommen und ich freue mich natürlich wenn er bleibt. Keine Frage. Ich habe keine festen Blog-Termine. Egal. RUMS, HOT und wie sie alle heißen, leben auch ohne mich ;) Ich blogge wenn ich Lust und Zeit habe. Vielleicht auch mal 3 Wochen gar nicht. Anfangs hatte ich Angst, wenn ich nicht regelmäßig blogge, "vergessen" mich die anderen Leser. Dann geh ich unter und bin weg. Vielleicht ist es so. Und weiter? Solange ich im Leben 1.0 glücklich und zufrieden mit meiner Familie bin, ist es egal. Ja, egal. Manch einer denkt, ich spinne. Vielleicht. Aber ich lebe gut damit ! Und soll ich dir was sagen? Manche Leser sind auch nach 4 Wochen noch da. Nein, ich hab keine 150 Kommentare unter einem Post stehen. Manchmal sind es nur 2. Aber die sind von "treuen" Lesern. Das ist mir viel Wert!
    Ich kann nur sagen, stress dich nicht ! Das ist es nicht wert! Lebe dein Leben 1.0 mit Kind und Kegel und genieße es. Alles andere kann warten.....:)

    Liebe Grüße
    Katja
    PS. Wir sehen uns übrigens beim Blogger-Treffen! :)

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    1. Hallo Katja! Danke für deinen langen und ehrlichen Kommentar. Das freut mich, dass wir uns beim Bloggertreffen sehen.
      LG Steffi

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  16. Hallo,
    ein toller ehrlicher Beitrag von dir!
    Ich merke selbst, das gerade Social Media viel Zeit in anspruch nimmt und je mehr ich für den Blog oder meinen kleinen Online Shop mache, desto weniger habe ich Zeit einfach mal in Ruhe bei anderen Blogs zu stöbern und stresse mich auch selbst manchmal damit ;) Ich poste von Anfang an bewusst nur einmal die Woche, immer im Rhytmus meiner Themen (Nähen,DIY, Hund&Katze). Meistens zumindest ;)
    Und Nein, es ist dir bestimmt keiner böse!
    Mach weiter so!
    LG Christina

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  17. Ich kann dich gut verstehen, denn man setzt sich meistens selber unter Druck. Die Leser erwarten glaube ich gar nicht so viel von einem, wie man denkt. Aber ich hab' mich mal eine Zeitlang so gestresst, bis mir nichts mehr eingefallen ist. Eine regelrechte Blockade. Und dann habe ich mal vier Wochen fast nichts gemacht.
    Und bei der Werbung gebe ich dir recht. Mein Blog ist mittlerweile voll mit gesponsorten Beiträgen. Ich versuche aber immer, die Produkte in eine Geschichte einzubauen, die wahr und authentisch ist. Aber so ganz zufrieden bin ich damit auch nicht. LG Claudia

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    1. Hallo Claudia,
      ich habe ja tatsächlich drei Wochen wegen des Urlaubs ausgesetzt und das war die richtige Entscheidung. Danach hatte ich wieder total Lust, was zu schreiben und auch ganz viele Idee. Momentan schreibe ich wieder zweimal die Woche was, ich weiß aber nicht, wie lange ich das mache.
      LG Steffi

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Ich freue mich riesig über nette Kommentare!